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Auswahl Panini-Sammelalbum Bundesliga 2009
(Saison 2008/09): (Vorerst letztes Panini Album - Nächste Saison "Topps") |
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| (Anm. - Wegen EM 2008 in diesem Jahr kein Ligapokal-Wettbewerb) |
Meisterschaftsentscheidung:
Die Fußball-Bundesliga 2008/09 war die 46. Spielzeit der höchsten deutschen Spielklasse im Fußball der Männer. Die Saison begann am 15. August 2008 mit einem Heimspiel des amtierenden Meisters FC Bayern München gegen den Hamburger SV (2:2) und endete am 23. Mai 2009 mit dem 34. Spieltag. Zeitgleich mit der Eliteklasse der DFL startete auch die Zweite Bundesliga in die Spielzeit 2008/09. Insgesamt fielen 894 Tore - das heißt 2,92 Tore pro Spiel.
Bereits drei Wochen zuvor wurde der Premierenspieltag der neuen Dritten Liga ausgetragen, mit deren Einführung es auch erstmals seit 16 Jahren zu einer wesentlichen Veränderung des Modus der Bundesliga kam. So fanden zum Saisonende wie bereits zwischen 1982 und 1991 Relegationsspiele zwischen dem Tabellensechzehnten der Bundesliga und dem Tabellendritten der Zweiten Liga statt, deren Sieger in der Spielzeit 2009/10 für die Bundesliga spielberechtigt ist.
Meister der Saison 2008/09 wurde der VfL Wolfsburg, was für viele als Überraschung galt. Dieser Erfolg war eng verknüpft mit dem Trainer Felix Magath, der die Niedersachsen schon ein Jahr zuvor als Fünfter in den UEFA-Pokal geführt hatte in den beiden Saisons zuvor wären die Wolfsburger jeweils als 15. fast abgestiegen. Wenige Spieltage vor Schluss hatte Magath allerdings trotz des Titelkampfes bekannt gegeben, in der kommenden Saison für Schalke 04 zu arbeiten. Nach Ende der Hinrunde belegte Wolfsburg nur Rang neun, als beste Rückrundenmannschaft holte sie den Rückstand auf und gewann den Titel. Ähnlich ambivalent zeigte sich der VfL auch in anderer Hinsicht: In der Auswärtstabelle belegte er lediglich Platz acht, im eigenen Stadion verpasste er allerdings nur zwei Punkte. Höchste Siege dort waren das 5:1 gegen den FC Bayern München, das 5:1 gegen Werder Bremen und das 4:0 gegen 1899 Hoffenheim.
Der von vielen als Favorit eingestufte FC Bayern München spielte nach dem Double des Vorjahres unter den Erwartungen vieler. Ohne einmal Tabellenführer gewesen zu sein, hatten die Münchner, die ihren neuen Trainer Jürgen Klinsmann fünf Spieltage vor Schluss durch Jupp Heynckes ersetzt hatten, im letzten Spiel zwar noch Chancen auf die Meisterschaft, beendeten die Saison dann aber ohne Titel.
Der VfB Stuttgart war, gemessen an den eigenen Erwartungen, schwach in die Saison gestartet, was zur Entlassung des Meistertrainers von 2007, Armin Veh, führte. Nachfolger wurde Markus Babbel, der noch keinen Trainerschein besaß. Unter ihm konnten sich die Schwaben bis in den Meisterschaftskampf hocharbeiten, verloren aber am letzten Spieltag das direkte Duell um Platz zwei bzw. eins je nach Resultat von Wolfsburg bei Bayern München mit 1:2.
Als weitere Überraschung neben dem VfL Wolfsburg galt Hertha BSC. Erstmals in der Vereinsgeschichte führten die von Lucien Favre trainierten Berliner in der Rückrunde sogar mehrere Spieltage die Tabelle an. An den letzten Spieltagen verspielten sie allerdings die Qualifikation zur Champions League und belegten Rang vier (0:0 gegen Schalke, 0:4 beim Karlsruher SC).
Mittelfeld:
Der Hamburger SV unter dem neuen Trainer Martin Jol war lange Zeit in die Meisterschaftsentscheidung verwickelt. Als besonderer Saisonhöhepunkt galten die sogenannten Norddeutschen Festspielwochen, als Hamburg vier Mal innerhalb von 19 Tagen in verschiedenen Wettbewerben gegen den Erzrivalen Werder Bremen antreten musste, wobei der Verein sowohl im DFB-Pokal als auch im UEFA-Cup ausschied. Zum Abschluss gewann Bremen auch im Bundesliga-Heimspiel am 10. Mai mit 2:0. Allerdings blieb Hamburg erstmals seit sechs Jahren in der Liga vor den Bremern. Das 3:2 in Frankfurt in der 90. Minute am letzten Spieltag bedeutete Platz 5 vor Dortmund, das sich unter dem neuen Trainer Jürgen Klopp mit dem sechsten Tabellenplatz deutlich verbessern konnte, auch wenn der erhoffte internationale Startplatz ausblieb. Dabei bedeuteten die 59 Punkte der Borussia die höchste Zahl der Bundesligageschichte, mit der jemals der fünfte Tabellenplatz verfehlt wurde.
Der Aufsteiger 1899 Hoffenheim hatte in der Hinrunde unter großer medialer Aufmerksamkeit die Herbstmeisterschaft errungen. In der Rückrunde zeigte sich das Team von Ralf Rangnick dann aber deutlich schwächer und rutschte auf Platz sieben ab. Der von Fred Rutten geführte FC Schalke 04, der mit gewissen Titelambitionen gestartet war, blieb von Anfang an hinter vieler Erwartungen und Anforderungen zurück, was zur Entlassung des Trainers führte. Mit dem achten Platz erreichte Schalke zum ersten Mal seit neun Jahren keinen europäischen Wettbewerb. Auch Bayer Leverkusen, das ein Jahr zuvor schon wegen des siebten Platzes den Trainer gewechselt hatte, erreichte unter Bruno Labbadia die Ziele nicht. Die Mannschaft von Werder Bremen hingegen schwächelte von Beginn an und belegte am Ende mit Platz 10 den schlechtesten Platz seit zehn Jahren. Im UEFA-Pokal kam sie allerdings bis in das Finale, und mit dem Gewinn des DFB-Pokals gelang am Ende doch noch der Einzug in den internationalen Wettbewerb. Auch Hannover 96 konnte sein Ziel, die Qualifikation für die Europa League, nicht erreichen. Die Niedersachsen litten in dieser Saison bei einer leicht überdurchschnittlichen Heimbilanz vor allem unter ihrer Auswärtsschwäche.
Abstiegskampf:
Tabellenletzter wurde Arminia Bielefeld; die Entlassung Michael Frontzecks und die Beschäftigung Jörg Bergers für ein Spiel hatte dies nicht verhindern können, im Gegenteil: Die Ostwestfalen lagen lange Zeit auf dem 16. Tabellenplatz, der zur Relegation berechtigt. Am letzten Spieltag rutschten sie durch ein 2:2 gegen Hannover 96 auf den letzten Platz. Der zweite direkte Absteiger war als Tabellen-Vorletzter der Karlsruher SC unter Trainer Edmund Becker. Bojan Prašnikar, der den FC Energie Cottbus im Vorjahr noch vor dem Abstieg retten konnte, belegte mit seinem Team am Ende den Relegationsplatz und unterlag in den beiden Entscheidungsspielen dem 1. FC Nürnberg (0:3 und 0:2), wobei der Trainer bereits nach dem Hinspiel seinen Rücktritt ankündigte. Erfolgreicher war Hans Meyer, der schon in der Hinrunde Jos Luhukay als Trainer des derzeitigen Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach abgelöst hatte und die „Fohlen“ auf Platz 15 führte, seinen Vertrag allerdings nach der Saison auflösen ließ. Auch der VfL Bochum, der am Ende Vierzehnter wurde, hatte an einigen Tagen auf einem Abstiegsplatz gelegen. Wenig spektakulär war die Saison für Hannover 96, den 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt verlaufen, welche in der Schlusstabelle die Plätze elf bis dreizehn einnahmen, was besonders für den Aufsteiger Köln als Erfolg gilt.
Bemerkenswert waren die niedrigen Punktzahlen der Abstiegskandidaten: Nie zuvor seit der Aufstockung der Liga auf 18 Teams im Jahr 1965 schaffte ein Team mit weniger als 34 Punkten (gerechnet nach der Dreipunkteregel) den Klassenerhalt. In dieser Saison erreichten dies hingegen gleich drei Teams: Frankfurt, Bochum und Mönchengladbach.
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Relegation:
Energie Cottbus erreichte den 16. Platz in der Saison 2008/09 und trat deswegen am 28. und 31. Mai 2009 gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga, den 1. FC Nürnberg, an. Energie Cottbus unterlag dem „Club“ in beiden Partien und stieg deswegen ab.
28. Mai 2009: Energie Cottbus - 1. FC Nürnberg 0:3 (0:1) - 0:1 Boakye (13.), 0:2 Eigler (56.), 0:3 Boakye (89.)
31. Mai 2009: 1. FC Nürnberg - Energie Cottbus 2:0 (2:0) - 1:0 Eigler (29.), 2:0 Mintál (37.)
Pokalendspiel:
30. Mai 2009 in Berlin: Bayer Leverkusen - Werder Bremen 0:1 - 0:1 Özil (58.).
Mit Werder Bremen gewann zum ersten Mal in der Geschichte des DFB-Pokals eine Mannschaft den Wettbewerb, die im Turnierverlauf ausschließlich Auswärtsspiele bestritt. Dabei wurde der Hamburger SV im Halbfinale im Elfmeterschießen, dem 13. der Bremer in ihrer Pokalgeschichte, besiegt. Keine Mannschaft suchte die Entscheidung bisher häufiger vom Punkt.
Dieses Finale wurde zum ersten Mal nach 13 Jahren (1995/96) von zwei Mannschaften bestritten, die sich beide nicht über die Liga oder den Europapokal für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren konnten.
Was sonst noch geschah...
| Torschützen / Verein / Anzahl Tore | Deutschlands Fußballer des Jahres | Europas Fußballer des Jahres | Welt-Fußballer des Jahres | Welt/Europameister |
| 1.) Grafite, VfL Wolfsburg, 28 2.) Edin Dzeko, VfL Wolfsburg, 26 3.) Mario Gomez, VfB Stuttgart, 24 4.) Patrick Helmes, Bayer Leverkusen, 21 5.) Vedad Ibisevic, 1899 Hoffenheim, 18 6.) Claudio Pizarro, Werder Bremen, 17 7.) Milivoje Novakovic, 1. FC Köln, 16 8.) Demba Ba, 1899 Hoffenheim, 14 Luca Toni, Bayern München, 14 |
Grafite - BRA (VfL Wolfsburg) Deutscher Meister und Torschützenkönig |
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