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Auswahl Panini-Sammelalbum Bundesliga 1999
(Saison 1998/99): |
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Saisonüberblick:
Während Bayern München überlegen Deutscher Meister wurde und der fast abgestiegene SV Werder Bremen sensationell DFB-Pokalsieger gegen die Bayern wurde, bleibt die Saison vor allem wegen zwei Details in Erinnerung: Das denkwürdige Finale der Champions League zwischen Bayern München und Manchester United (1:2, zwei Tore Manchesters in der Nachspielzeit) und die dramatische Abstiegsentscheidung am letzten Spieltag der Bundesliga. Überraschend war auch der dritte Platz für Hertha BSC. Es war deren beste Platzierung seit 1978. Ein Punkt und vier Tore fehlten zur Vize-Meisterschaft.
Der letzte Spieltag `99 - Herzschlagfinale um den dritten Absteiger:
Vor dem letzten Spieltag standen Borussia Mönchengladbach und der VfL Bochum bereits als Absteiger fest. Für die Gladbacher war es der erste Abstieg überhaupt nach 34-jähriger Bundesligazugehörigkeit. Zwischen dem 1. FC Nürnberg, dem VfB Stuttgart, dem SC Freiburg, Hansa Rostock und Eintracht Frankfurt musste der dritte Absteiger ermittelt werden.
Die Situation vor dem letzten Spieltag:
| Verein | Sp | S | U | N | Tore | Diff. | Punkte | |
| 12. | 1. FC Nürnberg | 33 | 7 | 16 | 10 | 39:48 | -9 | 37 |
| 13. | VfB Stuttgart | 33 | 8 | 12 | 13 | 40:48 | -8 | 36 |
| 14. | SC Freiburg | 33 | 9 | 9 | 15 | 34:43 | -9 | 36 |
| 15. | Hansa Rostock | 33 | 8 | 11 | 14 | 46:56 | -10 | 35 |
| 16. | Eintracht Frankfurt | 33 | 8 | 10 | 15 | 39:53 | -14 | 34 |
Die Situation nach dem letzten Spieltag:
| Verein | Sp | S | U | N | Tore | Diff. | Punkte | |
| 12. | SC Freiburg | 34 | 10 | 9 | 15 | 36:44 | -8 | 39 |
| 13. | SV Werder Bremen | 34 | 10 | 8 | 16 | 41:47 | -6 | 38 |
| 14. | Hansa Rostock | 34 | 9 | 11 | 14 | 49:58 | -9 | 38 |
| 15. | Eintracht Frankfurt | 34 | 9 | 10 | 15 | 44:54 | -10 | 37 |
| 16. | 1. FC Nürnberg | 34 | 7 | 16 | 11 | 40:50 | -10 | 37 |
Stuttgart gewann sicher gegen Werder Bremen und schaffte den Klassenerhalt. In den anderen Partien, Nürnberg - Freiburg, Bochum - Rostock und Frankfurt- Kaiserslautern, entwickelte sich jedoch eine Dramaturgie, die die Abstiegsentscheidung zur bisher dramatischsten der Bundesligageschichte machte:
68. Minute
Zu diesem Zeitpunkt deutete viel auf einen Abstieg Frankfurts, ohnehin mit den geringsten Chancen in diesen Spieltag gegangen, hin: Die drei direkt vor Frankfurt platzierten Vereine lagen in ihren Spielen in Führung: Stuttgart mit 1:0 gegen Bremen, Rostock mit 1:0 in Bochum, Freiburg mit 2:0 in Nürnberg. Der Club wiederum schien trotz des Rückstands gerettet, denn für den Abstieg Nürnbergs hätte nicht nur Nürnberg selbst verlieren und Rostock in Bochum gewinnen müssen, sondern vor allem Frankfurt gegen Kaiserslautern mit drei Toren Differenz gewinnen müssen, wenn es beim 0:2-Rückstand Nürnbergs geblieben wäre. Die Eintracht, die eigentlich - möglichst hoch - hätte gewinnen müssen um sich wenigstens die Chance auf den Klassenerhalt zu erhalten, führte zwar zunächst gegen Kaiserslautern, doch die Roten Teufel, die noch die Teilnahme an der Champions League erreichen konnten, glichen nach 68 Minuten aus, es stand 1:1 - zu wenig für Frankfurt. Doch nun, in den letzten zwanzig Minuten der Saison, begannen sich die Ereignisse zu überschlagen:
70. bis 74. Minute
Frankfurt ging gegen Kaiserslautern wieder in Führung (70. Spielmiute). Als Bochum fast gleichzeitig gegen Rostock aus einem 0:1 ein 2:1 (71. und 74.) machte, wäre Rostock abgestiegen und Frankfurt gerettet gewesen.
77. bis 82. Minute
Rostock glich wieder aus (77.), das hätte aber zu Rettung nicht gereicht, erst recht nicht, als Frankfurt unter großem Jubel des Publikums zwei weitere Tore schoss (80. und 82.) und beim Spielstand von 4:1 jetzt sogar Nürnberg im Hinblick auf die Tordifferenz ein- und wegen der mehr geschossenen Tore auch überholt hatte. Zu diesem Zeitpunkt wäre nach wie vor Hansa Rostock abgestiegen, denn die Ostseestädter brauchten zu diesem Zeitpunkt einen Sieg.
83. Minute
Rostock ging in Bochum erneut in Führung. Dadurch wären die Hanseaten gerettet gewesen und plötzlich wäre Nürnberg, das immer noch 0:2 gegen Freiburg zurücklag, abgestiegen.
85. Minute
Nürnberg schoss das 1:2, und obwohl die Franken noch immer zurücklagen, hätte sie dieser Spielstand gerettet, denn nun hatten sie die bessere Tordifferenz gegenüber der Frankfurter Eintracht, der auch ein hoher 4:1-Sieg gegen Kaiserslautern nun nichts mehr genutzt hätte.
89. Minute
Frankfurts Jan Åge Fjørtoft gelang nach einem Alleingang und einem phantastischen Übersteiger doch noch das unglaubliche 5:1 gegen Kaiserslautern - und damit die Rettung Frankfurts vor dem Abstieg. Nürnberg, das nun wieder abgestiegen wäre, erhielt jedoch fast gleichzeitig eine letzte Chance: Nach einem Pfostenschuss fiel der Ball Nürnbergs Frank Baumann vor die Füße, doch dieser schaffte es aus kurzer Entfernung nicht, den Ball im Tor unterzubringen. Der Ausgleich hätte wiederum Frankfurt zum Abstieg verurteilt.
So aber blieb es bei der Nürnberger Niederlage, und da Rostock 3:2 in Bochum und Frankfurt 5:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern gewann, musste am Ende der 1. FC Nürnberg absteigen. Der Club , der vor dem letzten Spieltag - mit drei Punkten und fünf Toren Vorsprung auf einen Abstiegsplatz auf Platz 12 stehend - beste Chancen auf den Klassenerhalt zu haben schien, hatte am Ende die gleiche Tordifferenz wie die Frankfurter Eintracht, die aber vier Tore mehr geschossen hatte als die Nürnberger.
Dieser letzte Spieltag der Saison war zugleich eine Sternstunde der Bundesligakonferenz im Radio. Die Reporter Manfred Breuckmann in Bochum, Günther Koch in Nürnberg und Dirk Schmitt in Frankfurt schafften es, die Dramatik der sich überschlagenden Ereignisse intensiv zu vermitteln, ihre mitreißende Reportage wurde preisgekrönt.
Entscheidungen:
Deutscher Meister und Teilnahme an der UEFA Champions League: FC Bayern München
Teilnahme an der UEFA Champions League: Bayer 04 Leverkusen
Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation: Hertha BSC Berlin, Borussia Dortmund
Teilnahme am UEFA-Pokal: 1. FC Kaiserslautern, VfL Wolfsburg, SV Werder Bremen (DFB-Pokalsieger)
Teilnahme am UI-Cup: Hamburger SV, MSV Duisburg
Abstieg in die 2. Bundesliga: Borussia Mönchengladbach, VfL Bochum, 1. FC Nürnberg
Aufsteiger aus der 2. Bundesliga: DSC Arminia Bielefeld, SpVgg Unterhaching, SSV Ulm 1846
Pokalendspiel:
Werder Bremen - FC Bayern München 6:5 nach Elfmeterschießen
Was sonst noch geschah...
| Torschützen / Verein / Anzahl Tore | Deutschlands Fußballer des Jahres | Europas Fußballer des Jahres | Welt-Fußballer des Jahres | - |
| 1. Michael Preetz, Hertha BSC Berlin, 23 2. Ulf Kirsten, Bayer 04 Leverkusen, 19 3. Oliver Neuville, FC Hansa Rostock, 14 Anthony Yeboah, Hamburger SV, 14 5. Carsten Jancker, FC Bayern München, 13 Giovane Elber, FC Bayern München, 13 Andrzej Juskowiak, VfL Wolfsburg, 13 Markus Beierle, MSV Duisburg, 13 Sasa Ciric, 1. FC Nürnberg, 13 |
Lothar Matthäus, FC Bayern München, Deutscher Meister
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Brasilien, FC Barcelona
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Rivaldo
(FC Barcelona)
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